Die Alternative für alle, die gerne auf industriell produzierten Zucker verzichten möchten. Erythritol schmeckt süß, wird auch als Sucolin oder Erylilte bezeichnet und hat einen sehr niedrigen Kaloriengehalt von gerade mal nur 10 kcal auf 100 Gramm. Was er sonst noch kann? Vor allem zur Mineralisierung der Zähne beitragen, ist ohne Gentechnik hergestellt, ohne Zusatz von Aromen und damit als Zuckerersatz auch für Diabetiker geeignet. Zucker schlägt mit rund 400 kcal pro 100 Gramm zu und die andere bekannte Zuckeralternativ Xylit noch mit knapp 250 kcal/100 gr. Vor allem im warmen Wasser löst sich Erythritol auf, was den Stoff vor allem fürs Backen und Kochen interessant macht. Auch Kaugummi und Schokoladenhersteller haben die süße Alternative entdeckt und für ihre Produkte verwendet. Wer unterwegs etwas für seine Zähne tun möchte, kaut einfach ein Kaugummi mit Erythrit und unterstützt so die natürliche Kariesabwehr. Auch Kinder mögen das Nahrungsergänzungsmittel, denn sie können mit diversen Fruchtaromen versehen werden.

Erythritol – E968

Bei der Zutatenliste fertig verarbeiteter Lebensmittel im Handel finden wir Erythritol unter de Nummer E 968. Es sieht optisch genauso aus wie Zucker, aber seine Süßkraft entspricht ungefähr ¾ von Zucker. Durch die Fermentation von Glucose lässt sich Erythrit künstlich herstellen, es kommt aber auch natürlich in geringen Mengen in beispielsweise Käse und Trauben vor. Diabetiker profitieren vor allem von der Tatsache, dass der das E968 nicht vom menschlichen Körper verstoffwechselt wird. Es hat damit keine Einfluss auf unseren Blutzuckerspiegel und die gefürchteten Heißhungerattacken bleiben so gut wie aus. Erythrit wird unverändert über den Urin ausgeschieden, was bei einigen Verbrauchern, ähnlich wie bei anderen Zuckeralkoholen auch, zu Blähungen führen kann.

Erythrit ist positiv für unseren Organismus

Es fängt freie Radikale ein und reduziert damit den oxidativen Stress. Dieser ist ja bekanntlich verantwortlich für Folgeerkrankungen wie Schlaganfall oder auch Erblindung. Wer sich Low-Carb ernährt sollte beachten, dass Erythrit zwar keinen Einfluss auf den glykämischen Index hat, aber als künstlicher Süßstoff aus Kohlehydraten besteht. Allerdings ist positiv bei der Betrachtung zu bewerten, dass Erythrit im Gegensatz zu anderen Zuckeralkoholen wie beispielsweise Isomalt, nicht vom Körper in den Stoffwechsel geschickt wird. Mehr als 90% gehen unverarbeitet über den Dünndarm ins Blut und von da aus in den Urin. Die restlichen 10& werden über den Dickdarm zur Ausscheidung gebracht. Es erfolgt also keine Umwandlung in Energie und damit müssen Anwender auch keine Kalorien für den Verzehr beachten.

Einfluss auf die Gesundheit

Erythrit als Lebensmittel hat keinerlei gesundheitsgefährdenden Einfluss auf den Menschen. Das haben zahlreiche toxikologische Studien und Untersuchen hinreichend belegt. Grund dafür ist die Ausscheidung in unveränderter Form. Auch wer täglich und in hohen Dosen auf den Zuckeraustauschstoff zurückgreift, kann ganz beruhigt sein. Wer mit Erythrit backen will, sollte die 30%ig geringer Süßkraft beachten und entsprechend mehr davon im Rezept verwenden. Idealerweise stellt man seine Ernährung um, indem man dem Körper 2-4 Wochen Zeit für die Umstellung gibt. Als Nebenwirkungen, besonders am Anfang der Umstellung, können Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall auftreten. Treten diese auf, empfehlen Experten die Reduzierung der verwendeten Menge. Meist verschwinden die Beschwerden nach der Gewöhnungsphase wieder von allein. Von Hautieren fernhalten sollte man die Süßungsalternative aber unbedingt, denn 2014 zeigte sich mehr zufällig in einer Studie, dass der Stoff Fruchtfliegen töten kann.

Erythritol – der Zuckerersatzstoff Erythrit (E 968)
5 (100%) 1 vote