Auch im heimischen Garten lässt sich das wertvolle Mineralpulver für Pflanzen finden. Ein Sandboden erhält durch die Beigabe von Bentonit eine bessere Belüftung. Sie wird erreicht, indem die mineralischen Partikel locker aneinander liegen. Der Boden kann dadurch sehr gut bearbeitet werden und trocknet im Sommer nicht so stark aus. Sandböden verlieren bei hohen Temperaturen zunehmend an ihrer lockeren Struktur. Sie können das Wasser nicht halten und auch Dünger rauscht häufig mit dem nächsten Gießen ungenutzt an den Pflanzen vorbei. Bentonit saugt sich mit Wasser voll und kann auch schwere Böden deutlich verbessern und auflockern. Außerdem ist es besonders leicht zu handhaben, macht den Boden fruchtbarer und ist ein perfekter Wasser- und Nährstoffspeicher.

Bentonit zur Sandbodenverbesserung oder Kompostierung

Die schichtartige Aufbauweise der kleinen Partikel mit ihren Zwischenräumen gibt die Möglichkeit sich mit Nährstoffen und Wasser vollzusaugen. Die damit sehr hohe Oberfläche bietet Platz für viele Speicherkammern, die Wasser und Nährstoffe langfristig speichern und den Pflanzen bei Bedarf zur Verfügung stellen. Auch beim Kompostieren kann Bentonit helfen, denn es bindet die Feuchtigkeit und beugt dem stechenden Geruch bei Fäulnisprozessen vor.

Besonders wirkungsvoll erweist sich die Kombination von Bentonit mit Kompost oder einem anderen organischen Dünger. Durch die Regenwürmer oder Mikroorganismen werden die winzigen Tonpartikel mit den dunkel gefärbten Huminstoffen verklebt. Das sind wichtige Bestandteile im Boden, die durch die biochemische Umwandlung von überwiegend pflanzlichen Überresten entstehen. Dadurch entsteht ein Boden, der ein lockeres und vor allem biologisch hochaktives „Gerüst“ besitzt. Entweder als Pulver oder Granulat, mit der Hand oder einem Düngerstreuer, einmal jährlich über den Boden streuen. Der Zeitpunkt dafür ist unwichtig und die Menge richtet sich nach dem Zustand des Bodens.

Bentonit Pulver für Pflanzen
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